Zurück zur Übersicht
Waldbrandprevention

15. Juli 2026

Im heurigen Jahr hat es bereits 616 Wald- und Flurbrände gegeben, vor allem im Osten Niederösterreichs, im Weinviertel, im Marchfeld, im Wiener Becken und im Industrieviertel, besteht laut Europäischem Waldbrand-Informationssystem extreme Gefahr“, sagte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf am heutigen Dienstag im Kaiserwald von St. Pölten, wo er gemeinsam mit Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner und LAbg. Bgm. Christoph Kainz, Präsident des Zivilschutzverbandes Niederösterreich, eine neue Schwerpunkt-Kampagne zur Prävention von Waldbränden vorstellte.

 

LH-Stellvertreter Pernkopf verwies in diesem Zusammenhang auf die in allen Bezirken des Landes geltenden Waldbrand-Verordnungen, die bei Geldstrafen bis zu 7.270 Euro oder vier Wochen Freiheitsstrafe Lagerfeuer, Grillen, Rauchen, das Wegwerfen brennender Gegenstände auch auf trockenen Wiesen etc. verbieten. Zudem seien über 300 eigene Waldfachpläne mit Zufahrtswegen, Orientierungspunkten, Wasserentnahmestellen etc. für den Ernstfall erstellt worden: „Jeder kleine Funke wird zur großen Gefahr, daher gilt es, Hirn und Hausverstand einzuschalten. Jedes Risiko muss vermieden werden. Der beste Schutz vor Bränden ist, wenn sie erst gar nicht entstehen. Daher appelliere ich an die Eigenverantwortung: Hirn einschalten, Risiko vermeiden, Brände verhindern!“

Fahrafellner unterstrich: „Unsere Feuerwehren sind gut vorbereitet, bestens ausgebildet und haben aufgerüstet. Seit 2024 haben sich die Einsatzstunden in diesem Bereich auf 13.000 alleine im ersten Halbjahr verdreifacht.“ Der Sonderdienst Waldbrand umfasse 600 Kameradinnen und Kameraden, von denen immer 150 bis 200 einsatzbereit seien. Zudem stünden 33 Spezialfahrzeuge zur Verfügung, auch bei Falttanks, Löschbehältern etc. habe man aufgerüstet.